Erster Tourentag – all Inclusive!

Am Donnerstag war es dann endlich soweit und wir starteten die Tandemtour.

Wie bereits in Neuseeland müssen wir uns keine Mühe geben, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Wo auch immer wir anhalten werden wir auf unser Gefährt angesprochen. Bei der Bekanntgabe unseres Reisezieles gehen manche aktuell wohl noch von einem Missverständnis aus. :-)

 

Auf dem Parks Highway nach Cantwell kamen wir gut voran. Auf dem grosszügigen Seitenstreifen lässt es sich, bei dem geringen Verkehr, wunderbar fahren. An die lokalen Einheiten sind wir aber noch nicht so gewohnt, so fuhren wir am ersten Rastplatz vorbei, welcher 1000 Fuss im Voraus angekündigt wurde. So ignorierten wir die Asphaltfläche nach rund 300m und erwarteten nach einer Meile vergebens einen Rastplatz, wie wir es gewohnt sind…

Top motiviert erreichten wir bereits vor dem Mittag das Ziel der ersten geplanten Tagesetappe: die Tankstelle in Cantwell. Nach einer kurzen Mittagspause beschlossen wir „übermütig“ die nächste Tagesetappe in Angriff zu nehmen. Wir wussten zwar, dass das weitere 45km bedeutete und es war uns bekannt, dass wir den Asphalt nach rund 3km für die nächsten Tage verlassen würden.

Mit der Angenehmen Temperatur durch den bedeckten Himmel kamen wir so auch Nachmittags gut voran. Wir freuten uns auch über den Denali Highway, dessen Kiesoberfläche besser als erwartet war.

So langsam wurde unsere Laune aber etwas gedämpft. Für einige Kilometer mussten wir unsere Regenkleider anziehen, da es zwischendurch regnete. Weiter stellten wir fest, dass diese Kiestrasse nach den 50km am Vormittag für unseren Konditionstand doch happig war.

Wir erreichten den Zeltplatz Brushkana Creek nach 7h 58 reiner Fahrzeit und 97km Distanz mit 951 Höhenmeter. Das war unser bisher längster Tandemtag seit 2009!

Beim Kochen mussten wir dann mit Schrecken erkennen, wo der Benzingeruch herkam, den wir schon seit Stunden je nach Wind wahrnahmen: Die Benzinflasche unseres Kochers hatte im Boden unterwegs ein kleines Loch bekommen. Da das Benzin aus der Flasche auf der entgegengesetzten Seite der Flamme austrat, beschlossen wir das Gericht fertig zu kochen.

So setzten wir unseren Satellitenmessenger auch schon das erste Mal ein, um eine neue Benzinflasche im nächsten Ort in 6 Tagen zu erhalten (Merci Lukas für deine Unterstützung!).

Um dem Tag noch richtig abzuschliessen, war bei der Wasserpumpe des Platzes noch ein Schild aufgehängt, dass da aktuell kein Trinkwasser verfügbar sei und man alles Wasser abkochen müsse. Dieses Problem konnten wir zum Glück mit unserem Wasserfilter lösen.