Camping in den Redwoods

Nachdem wir am Vortag durch den Regen von einem klareren Himmel profitierten, stand uns nun ein Abschnitt nahe einem Waldbrandgebiet bevor. Beim Verlassen von Gold Beach zog Rauch aus einem Seitental über den Highway zum Meer. Zu unserem grossen Glück besserte sich die Luft kurz danach, so dass wir den „grossen“ 200m Anstieg gut meistern konnten.

Als die Abfahrt begann, war ein Aussichtspunkt ausgeschildert. In der Hoffnung über Nebel und Rauch ein schönes Foto zu machen, nahmen wir bei der Abzweigung eine grosse Steigung in Angriff. Wir mussten schlussendlich aufgeben und das Tandem schieben. Aufgrund des dichten Waldes zeigte unser GPS keine genauen Daten an, wir sahen im Nachhinein, dass es sich da um eine 18%-20% Steigung handelte.

Schlussendlich lohnte sich der Abstecher zu Aussichtspunkt leider nicht. Es gab keine schöne Aussicht zu bestaunen, dafür machten wir dort nach den ersten Höhenmetern des Tages eine Verpflegungspause.

Nach einigen weiteren anstrengenden Hügeln verliessen wir die schöne Küste von Oregon.

Bei der Grenze zu Kalifornien konnten wir die Kontrollstation für Agrarprodukte problemlos passieren, obwohl wir von anderen Fahrradfahren gelesen hatten, dass diese dort Früchte nicht nach Kalifornien einführen durften.

Mit dem Wechsel des Staates änderte sich auch die Landschaft, wir fuhren etwas landeinwärts durch landwirtschaftlich genutztes Land. Dort sahen wir am Strassenrad eine grosse Elchherde. Danach erreichten wir die ersten Redwood Wälder mit gigantischen Bäumen. Aufgrund der Dunkelheit im Wald fuhren wir für die bessere Sichtbarkeit wieder mit Licht.

Im Jedediah Smith Redwood State Park stellten wir unser Zelt tief im Wald auf. Der State Park war so gross und dicht bewachsen, so dass Moritz nach dem Nachtessen die Dusche mithilfe des GPS aufsuchte. Ohne GPS wäre der „kurze“ 500m Fussweg fast nicht zu finden gewesen. Die Strecke zur Dusche auf der gut auffindbaren Strasse hätte über einen Kilometer betragen.