Eine weitere Einreise in die USA und ein langwieriger Postbesuch.

Nach einem Ruhetag in Victoria stand ein weiterer Grenzübertritt mit einer Fähre auf dem Programm. Ab Victoria fuhren wir mit der MV Coho (Baujahr 1959, gemäss Wikipedia eines der ältesten aktiven Passagierschiffe) nach Port Angeles.

Nach der speditiven US Einreisekontrolle im Hafengebäude mussten wir Tandem und Anhänger über Rampen auf das Aussendeck der Fähre bringen. Da die Rampen wohl nur für Rollstühle und normale Fahrräder konzipiert wurden, kamen wir nur mit grossem Aufwand um die Kurven.

Nachdem wir das Tandem am Veloständer auf dem Deck angebunden hatten, konnten wir die 90 minütige Überfahrt geniessen. Auf dem Deck kamen wir noch mit einem Paar aus Frankreich ins Gespräch, welches mit dem Velo von Alaska nach nach Mittel-/Südamerika fährt.

Bei einem Reisenden, welcher uns über unsere Tour ausfragte, waren wir nicht sicher, ob dieser weiss wo Alaska liegt… wie in Reiseführer erwähnt, hatten wir den Verdacht, dass er der Meinung ist, dass Alaska im Süden der USA liegt (Aus Platzgründen ist Alaska auf einigen Karten im Süden der „Lower 48“ platziert).

In Port Angeles waren die Rampen zum Verlassen der Fähre wieder so eng wie in Victoria. Bei der Zollkontrolle hörte die Tandemfreundlichkeit der Anlage dann auf. Dem Personal von Zoll und Fähre fiel das aber auf, wir konnten den Bereich nach einer raschen Kontrolle mit den obligatorischen Fragen durch einen Seitenausgang verlassen.

Nach dem Einkaufen statteten wir der Post noch einen Besuch ab, um nicht (mehr) benötigtes Material nach Hause zu senden. Die Vorabklärungen, das zweimalige Schlangestehen und das Versenden (dabei Tippt ein Mitarbeiter alle Formulare ab) dauerte über eine halbe Stunde.

Nach dem Verlassen von Port Angeles fuhren wir auf dem Olympic Discovery Trail. Dieser Trail ist auf grossen Teilen der Strecke eine ehemalige Eisenbahnstrecke. Dadurch konnten wir auf grossen Teilen angenehme Steigungen fahren. An einigen Stellen hatte es aber extrem enge Kurven und steile Passagen.

Am Abend erreichten wir den Sequim Bay State Park. Hier vielen uns Unterschiede zu Alaska/Kanada auf: Es wird vermehrt auch gezeltet und es gibt Duschen!