Viele Velos und drei Tandems auf dem Zeltplatz!

Am Morgen unseres zweit letzten Tages unterwegs verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Sigrid und Kevin. Mit den beiden Amerikanern waren wir nun fast 4 Wochen (mit Unterbrüchen) unterwegs.

Nach rund einer Stunde auf dem viel befahrenen Highway 1 erreichten wir Valley Ford. Obwohl der dortige Laden so aussah, als hätte er die besten Zeiten hinter sich, so lohnte sich der Besuch aufgrund der feinen Gebäcke!

Nach Valley Ford wurde der Verkehr deutlich besser, da eine grosse Strasse ins Landesinnere abzweigte. Ergänzend dazu bewegte eine Baustelle mit Lichtsignal und 10 Minuten Wartezeit wohl einige Personen den Highway 1 hier zu umfahren.

Auf dem Weg über Marshall nach Point Reyes Station begegneten uns extrem viele Velofahrer. Mit so viel Fahrradverkehr mussten sich die mutigen Autofahrer bei der Demonstration ihrer Fahrkünste richtig Mühe geben. Ein Spezialist zeigte uns beinahe, wie er beim Überholen in einer Kurve, sein Auto in einen Lastwagen befördern kann.

 

Nach Tocaloma konnten wir von der Strasse auf den Cross Marin Trail abbiegen, wo wir dann nach dem vielen auf und ab bei einer gleichmässigen Steigung so richtig zügig fahren konnten.

Trotz der Distanz von 70km erreichten wir den Zeltplatz bereits kurz nach 14:00 Uhr.

Am späteren Nachmittag traf noch ein Vater mit seiner Tochter auf dem Tandem ein. Als diese den Kocher (selbes Modell wie wir haben) in Betrieb nehmen wollten, erkannten wir sofort, dass die beiden mutig Neuland betraten. Wir boten den beiden daher unsere Unterstützung an, der Vater erklärte uns, dass normalerweise seine Frau den Kocher bediene, er das aber schon schaffen werde.

Während wir unser Nachtessen zubereiteten, nutzten die beiden die Zeit den Kocher kennen zu lernen. Nach mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen mit den Flammen versuchten sie per Smartphone Unterstützung zu erhalten. Als etwas später ein Bekannter des Vaters mit Bier und Chips eintraf wurde das Essen weniger dringend, das Problem mit dem Kocher wurde aber nicht kleiner. Nach rund 40 Minuten wurde unser Hilfsangebot dann angenommen: Mit einem Handgriff drehte Moritz den Kocher dann in die korrekte Position, so dass die Flamme oben und nicht unten austrat. Verlegen grinsend konnte das Trio dann endlich das Wasser für das Fertiggericht erwärmen.

Am Abend traf noch eine Gruppe Jugendlicher ein, welche auch ein Tandem dabei hatten. Somit waren für einmal drei Tandems auf einem Hiker/Biker Platz. So viel, wie wir es noch nie erlebt hatten, dabei sollte das nur ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag sein….